Smoothies kann man sowohl als reinen „Fruchtsmoothie“ genießen, aber auch in Kombination mit grünem Blattgemüse. Bei der Zubereitung sind der Phantasie fast keine Grenzen gesetzt. Je nach Geschmack können alle möglichen Obstsorten, Blattgemüse und Kräuter verwendet werden. Optional noch ein paar Samen oder „Superfood“ beigemischt und fertig ist die Vitalstoffbombe. Wobei aber gilt – weniger ist mehr. Es schmeckt nicht unbedingt besser wenn man 100 verschiedene Komponenten zusammenmixt. Die Konsistenz kann flüssig sein, aber auch etwas dicker, Breiartiger. Das ist für den Verdauungstrakt besser weil er etwas zu tun bekommt und sättigt auch besser als etwas flüssiges.

Was macht Smoothies so gesund?

Besonders grüne Smoothies haben aufgrund des Blattgrüns Chlorophyll sehr viele positive Eigenschaften. Aber auch Fruchtsmoothies können sehr gesund sein. Vorausgesetzt man mixt sich seinen Smoothie selber und verwendet die ganze Frucht. Ein Apfel beispielsweise wird mit Schale und Kernen verwendet. Sogar Zitronenscheiben können inklusive Schale verwendet werden. Keine Angst, wenn alles schön klein gemixt wurde schmeckt man das später nicht raus.

Auf fertige, gekaufte Smoothies sollte man lieber verzichten. Denn neben Konservierungsstoffen und anderen künstlichen Zusatzstoffen können auch große Anteile an Fruchtsaft und Zucker enthalten sein. Zudem stehen sie vermutlich tagelang bis sie dann verzehrt werden. So geht der Sinn eines gesunden und sättigenden Smoothies verloren.

Wundermittel Chlorophyll

Chlorophyll ist für die Photosynthese verantwortlich. Das funktioniert so, dass mit Hilfe von Kohlendioxid, Wasser und Licht Sauerstoff und Glucose erzeugt werden. Wir werden also zum einen von grünen Blättern mit frischer Atemluft versorgt und wenn wir sie essen auch noch mit vielen wertvollen Vitalstoffen.

Wir profitieren in vielerlei Hinsicht von dem wertvollen Blattgrün.
- Es hilft beim Sauerstofftransport in den Adern
- Es trägt zur Reinigung des Blutes bei sowie zur Bildung neuer Blutzellen
- Es steigert die Aufnahme von Spurenelementen (z.B. Eisen) und Mineralstoffen (z.B. Magnesium, das für unsere Muskeln und Nerven wichtig ist)
- Die Verdauung wird angeregt
- Die Wundheilung wird unterstützt und wirkt entzündungshemmend
- Es wirkt geruchsneutralisierend was bedeutet, dass schlechter Körper- oder Mundgeruch vertrieben wird
- Es macht den Körper basisch
- Es stärkt das Immunsystem
- Es wirkt gegen Giftstoffe
- Es reinigt den Darm
- Es hat eine antioxidative Wirkung. Das bedeutet, dass freie Radikale, die beispielsweise durch Umweltbelastungen oder Schadstoffe in unserer Nahrung entstehen, bekämpft werden können

Da freut sich der Körper! :-)

Wo finden wir dieses Wundermittel

Chlorophyll ist in grünen Blättern massenhaft enthalten. Je grüner, desto mehr davon. Als Beispiele sind hier Grünkohl und Spinat, Broccoli, Erbsen und Gurken zu nennen. Aber auch Kräuter wie z.B. Brennnessel, Löwenzahn, Petersilie und Koriander oder Obst wie die Kiwi enthalten sehr viel davon. Eine ganz ausgefallene und nicht so sehr bekannte Chlorophyll-Quelle ist die grüne Süßwasseralge Chlorella.

Leider essen wir Menschen viel zu wenig grünes Blattgemüse.

Warum sollte man Gemüse mixen?

Natürlich ist es auch nicht verkehrt die grünen Blätter in einem bunten Salat oder als frisch zubereitete Gemüsesuppe zu essen. Ganz im Gegenteil!

Das Mixen hat allerdings einen bedeutenden Vorteil. Wir müssen nicht den ganzen Tag mit kauen verbringen wie es beispielsweise Tiere tun. Gutes zerkleinern ist sehr, sehr wichtig, da man nur dann, wenn die Zellstruktur des Blattgrüns aufgebrochen wird, an die wertvollen Bestandteile herankommt. Durch unzulängliches Kauen erreichen wir das nicht und diese Bestandteile gehen leider verloren.

Auch erwärmen tötet Vitamine ab, was der Nachteil von Suppen oder fertigen Smoothies in Flaschen ist.

Fruchtsmoothies

Wer mag kann auch hin und wieder auf einen reinen Fruchtsmoothie ausweichen. Allerdings ist zu bedenken, dass Früchte auch Zucker enthalten. Bedenke, dass man für ein Glas ca. drei Stücke Obst braucht. Da ist der Tagesbedarf an Obst natürlich schon gedeckt.

Die Fruchtsmoothies können auch mit Haferflocken und Milchprodukten verfeinert werden. Zum Frühstück ideal.

Grüne Smoothies

Für Smoothie-Anfänger ist es empfehlenswert mehr Obst zu verwenden und erstmal nicht so viel Blattgrün. Denn das Blattgrün schmeckt bitter. Durch die Verwendung von süßen Früchten wie Banane oder Mango muss kein zusätzlicher Zucker verwendet werden. Zucker ist sowieso etwas, das nicht in einen Smoothie gehört!

Als Faustregel kann man sich an 60% Obst und 40 % Blattgrün orientieren. Da kann man aber auch ein bisschen experimentieren

Die Zubereitung nimmt auf den Gehalt an Nährstoffen einen Einfluss, weil diese nicht herausgefiltert werden. Im Mixer werden die Früchte zwar intensiv zerkleinert, doch letztlich bleiben sämtliche Nährstoffe im Getränk, was gegenüber Saft den entscheidenden Unterschied macht. Zumal Fruchtsäfte haltbar gemacht werden. Hierbei findet eine Erhitzung statt, die unter anderem den Gehalt an Nährstoffen verringern kann. Frisch zubereitete Smoothies sind daher die bessere Wahl.

Worauf sollte man achten

Smoothies sind im Mixer in Minutenschnelle zubereitet. Es gibt also keinen Grund den Mixer länger laufen zu lassen. Somit besteht auch nicht die Gefahr, dass Vitalstoffe zerstört werden.

Vom Gemüse werden nur die Blätter verwendet. Also das Gemüse selber (z.B. Karotten, Rote Bete usw.) gehört nicht in den Smoothie.

Es gibt grünes Blattgemüse das Oxalsäure enthält. Das ist Spinat, Rote Bete und Rhabarber Blätter, Sauerampfer und Mangold. Rhabarber ist keine Zutat für einen Smoothie und außer dem Spinat schmecken die anderen drei Zutaten in größeren Mengen nicht besonders gut im Smoothie. Um sicher zu gehen kann junger Spinat (oder Babyspinat) verwendet werden, der deutlich weniger Oxalsäure enthält. Oxalsäure kann beteiligt sein Nirensteine zu verursachen. Aber auch, wenn man zu wenig Wasser trinkt, zu viel Salz isst, der Körper allgemein übersäuert ist usw besteht diese Gefahr.

Smoothie-Rezepte

Zutaten für einen Fruchtsmoothie

Ergibt genau 1 Glas (siehe Bild)

1 Orange

1 Kiwi

1 Banane

1-2 TL Chiasamen

Fruchtsmoothie

Einfach alles schälen und ein bisschen klein schnippeln und ab damit in den Mixer. Wer den Drink gerne kalt mag kann noch ein paar Eiswürfel dazu geben. Ansonsten einen kleinen Schuss Wasser. Die Menge ist beliebig, je nachdem wie flüssig man den Smoothie eben mag.

Zutaten für einen grünen "Bananenmilch-Smoothie"

1-2 Bananen

1 Hand voll jungen Spinat

etwas Wasser und/oder Eiswürfel


Dieser grüne Smoothie ist total easy und einfach sooo lecker! Schmeckt total wie eine Bananenmilch. Da kann man dann auch wieder etwas variieren wenn man den bitteren Geschmack des Blattgrüns noch nicht gewohnt ist einfach etwas mehr Banane bzw. weniger Spinat verwenden. Ich persönlich finde, dass Spinat einen sehr milden Geschmack hat im Vergleich zu Feldsalat zum Beispiel.

Zutaten für einen Feldsalat-Mango-Smoothie

1 Hand voll Feldsalat

1/2 Avocado

1 Kiwi

1/2 Mango

etwas Wasser und/oder Eiswürfel


Wie bei grünen Smoothies üblich zuerst das Grünzeug mit dem Wasser mixen und nach und nach die anderen Früchte dazu geben. Wenn ihr neugierig seid könnt ihr auch mal zwischendurch probieren wie der Smoothie schmeckt. EInfach den pürierten Feldsalat mit der Kiwi und Avocado mal probieren bevor die Mango rein kommt. Ich fand das Anfangs grauenvoll =) Aber keine Angst, die Mango macht dann den Smoothie wieder süß und man merkt den bitteren Geschmack nicht mehr. Sollte es euch aber trotzdem noch zu bitter sein, macht einfach noch etwas mehr Mango oder evtl. ein Stückchen Banane dazu rein. Bitte unbedingt auf Zucker oder Honig verzichten. 

 

 

Kommentare  

+1 #1 Petra 2016-04-01 15:46
Gute Zusammenfassung. Danke :lol:
Ich habe leider kein großes Mix Talent. Mir sind schon viele sonderbar schmeckende Smoothies gelungen. Das passiert leider sehr schnell wenn man ergeizig ist und versucht viel Grün wenig zuckriges Obst zu verwenden -)

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